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Wie Mitarbeiter allzeit kompetent bleiben
Sichtprüfung Piezo-Injektoren: Der Automobilzulieferer Conti baut an seinem sächsischen Standort Limbach-Oberfrohna ein Technologiezentrum, wo künftig in Eigenregie Produktionsanlagen für Präzisions-Technologien entwickelt werden. (Foto: Conti)
Autor: Lasse Hinrichs
Montag, 20. August 2012, 04.15 Uhr
Die Automobilbranche wandelt sich ständig – um Schritt zu halten, investieren Unternehmen in die Schlüsselressource Wissen.
VW hat in Deutschland im ersten Quartal 2013 von allen Autoherstellern am meisten für Werbung ausgegeben.
München. In der Automobilbranche herrscht ein enormer Anpassungsdruck. Ständig lösen neue Technologien bisherige Verfahren ab, Produktzyklen werden kürzer, und obendrein erfordern neue Werkstoffe auch neues Know-how in den Entwicklungsabteilungen und bei den Produktionsverantwortlichen. Kurz: Die wechselnden Dynamiken der Branche stellen Autozulieferer vor immer neue Herausforderungen. Das gilt erst recht, wenn es um das Kompetenzmanagement ihrer Mitarbeiter geht. Um fit für die Anforderungen der Zukunft zu bleiben, setzen daher viele Unternehmen auf Weiterbildung – mit unterschiedlichen Schwerpunkten, wie eine Automobilwoche-Umfrage bei den Zulieferern Bosch, Hella und Friedrich Boysen zeigt.
Die Erkenntnis, dass gut ausgebildete Mitarbeiter eine wesentliche Erfolgsquelle für Unternehmen sind, ist natürlich nicht neu. Verändert hat sich in den vergangenen Jahren jedoch das Tempo: In immer schnellerer Folge wird neues Wissen benötigt, um mit der technischen Entwicklung und damit mit dem Wettbewerb in der Branche Schritt zu halten. Das erfordert eine vorausschauende Planung von den Personalverantwortlichen. "Wir haben einen Kompetenz-Management-Prozess entwickelt und eingeführt, damit Strategien für die kommenden ein bis fünf Jahre abgeleitet werden", sagt Niklas Fehrling, Leiter der Zentralstelle Kompetenzmanagement bei Bosch. "So können wir Soll-Kompetenzen definieren und auf dieser Basis dann Weiter- und Fortbildungsmaßnahmen in die Wege leiten." Jürgen Schloßmann, Leiter der Zentralstelle Bosch Training Center, konkretisiert das an einem Beispiel: "Um die Softwarekompetenzen unserer Ingenieure im Unternehmen weiter zu stärken, wurde ein Schulungsprogramm ‚Software Engineering' aufgesetzt." Das Programm bestehe aus mehreren Modulen und vermittle gezielt Softwarekompetenzen.
Die Bedeutung des Themas Weiterbildung unterstreicht auch ein Unternehmenssprecher von Hella. "Für einen Halogen-Scheinwerfer sind etwa 20 Entwicklungsingenieure nötig, für Xenon rund 40, für LED aufgrund der komplexen Elektronik sind es sogar gut 50 Ingenieure." Da der Arbeitsmarkt diese hohe Nachfrage gar nicht bewältigen könne, behelfen sich die Lippstädter damit, die nötigen Fachkenntnisse der neuen Technologien inklusive der Hella-spezifischen Details durch Weiterbildung an ihre bewährten Mitarbeiter zu vermitteln. Um die Mitarbeiter auf dem neuesten Stand zu halten, investiert Scheinwerferspezialist Hella jedes Jahr einen einstelligen Millionenbetrag in Weiterbildung. Im vergangenen Jahr etwa nahm jeder Zweite der rund 10.000 Mitarbeiter in Deutschland an einer solchen Maßnahme teil.
Regelmäßige Qualifizierungsgespräche Der Zulieferer Boysen aus Altensteig, ein Spezialist für Abgassysteme, setzt beim Wissenstransfer vor allem auf regelmäßige Qualifizierungsgespräche, die in individuelle Weiterbildungsmaßnahmen münden. "Als mittelständisch strukturiertes Unternehmen haben wir den Vorteil, dass wir so überschaubar sind, dass persönliche Potenziale den Entscheidungsträgern bekannt sind, und zwar bis hinauf in die Geschäftsleitungsebene", sagt Clemens Amann, Abteilungsleiter Personal. Und längst geht es in einer global agierenden Branche nicht mehr nur um streng fachliches Spezialwissen. Amann sagt, ebenso wichtig seien interkulturelle Kompetenzen, also ein Gespür für andere Mentalitäten, außerdem die Fähigkeit zu Multiprojektmanagement, also dem kombinierten Arbeiten an mehreren Fragestellungen zugleich.
Der Hersteller von Abgasanlagen Friedrich Boysen bereitet einen Wachstumsschub vor. Derzeit werden beim Zulieferer fünf weitere Produktionsstätten aufgebaut. Neben Bremen und... » mehr lesen
Arbeitgeber und IG Metall haben sich in Bayern auf den neuen Tarifvertrag für die Beschäftigten des Kfz-Gewerbes geeinigt. Unterm Strich ähnelt das Ergebnis dem Abschluss in der Industrie.
Im Bochumer Opel-Werk ruhte am Dienstag die Arbeit für mehrere Stunden die Arbeit, während die Beschäftigten an einer Informationsveranstaltung teilnahmen.
Der erste Fünfer startete 1972 durch, jetzt bringt BMW die überarbeitete Version der sechsten Generation: Sie steht ab 20. Juli bei den Händlern. Für Limousine und Kombi bietet der Autobauer vier Benzin- und sechs Dieselantriebe an. Als Spitzenmotorisierung dient ein neuer V8-Antrieb mit 450 PS.
In Europa beklagt sich die Autobranche mit wachsender Verzweiflung über die unaufhaltsam scheinenden Marktanteilsgewinne der koranischen Autobauer. In Korea jedoch sehen sich inzwischen auch Hyundai und Kia einer wachsenden Schar erfolgreicher Importeure aus Deutschland gegenüber - wenn auch nur in dem prestigeträchtigen Segment der Luxuswagen.
Wenn sich ein Auto nicht mehr per mechanischer Verbindung zwischen Lenkrad und Rädern steuern lässt, dürfte das viele Fahrer erst einmal irritieren. Dabei ist Steer-by-Wire - also das Lenken per Datenkabel - potenziell sicherer. Dennoch wird es vorerst die Ausnahme bleiben.
In der EU wird heftig um schärfere CO2-Grenzwerte für Autos gerungen. Aus deutscher Sicht könnten diese große Nachteile für einheimische Oberklasse-Hersteller bringen. Der mächtige Branchenverband VDA hat nun der Kanzlerin geschrieben.
Volkswagen hat in seinem US-Werk mittlerweile 250.000 Passat für den US-Markt gebaut. Das Fahrzeug hat großen Anteil daran, dass sich die Verkäufe der Marke VW in den USA von 2009 bis 2012 verdoppelt haben.
2016 wollen Peugeot und Citroen ihre neue Druckluft-Hybrid-Technologie in Serienmodellen einführen. Die Hybrid Air genannte Technologie setzt auf hydraulische statt elektrische Energie, um den Verbrennungsmotor zu unterstützen.
Wegen Verdachts auf Bilanzbetrug hat die schwedische Justiz drei frühere Manager des insolventen Autobauers Saab verhört. Darunter ist auch der ehemalige Konzernchef Jan Åke Jonsson.
Der amerikanische Autokonzern Ford fährt seine Produktion wegen der großen Nachfrage auf dem Heimatmarkt hoch. In diesem Jahr sollen 240.000 Fahrzeuge mehr gebaut werden als zunächst geplant.