Die Marke Opel wird bewusst und offenbar mit Vorsatz ruiniert. Innerhalb der kommenden zehn Jahre werden wir sehen, dass der Opel-Blitz zu nichts anderem mehr taugt, als ihn auf Chevrolets oder chinesische Autos zu kleben, so wie man heute auf asiatischen Kaffeemaschinen das AEG-Zeichen und auf Fernsehern aus der Türkei den Namen Grundig findet. Eine deutsche Automarke mit eigener Entwicklung und eigener Produktion namens Opel wird es dann nicht mehr geben.
Wird GM Karl-Thomas Neumann ausreichend freie Hand lassen, um Opel sanieren zu können?
Was wir derzeit bei Opel erleben, ist ein in der 126-jährigen Automobilgeschichte einmaliger Vorgang: Eine Marke wird bewusst und offenbar mit Vorsatz ruiniert. Innerhalb der kommenden zehn Jahre werden wir sehen, dass der Opel-Blitz zu nichts anderem mehr taugt, als ihn auf Chevrolets oder chinesische Autos zu kleben, so wie man heute auf asiatischen Kaffeemaschinen das AEG-Zeichen und auf Fernsehern aus der Türkei den Namen Grundig findet. Eine deutsche Automarke mit eigener Entwicklung und eigener Produktion namens Opel wird es dann nicht mehr geben. Der Vergleich von Opel mit Rover, der schon nahelag, zieht nicht mehr: Rover hatte mit BMW zumindest zeitweise einen Inhaber, dem man ernsthafte Absichten unterstellen musste und der Hunderte Millionen in neue, wettbewerbsfähige Produkte investiert hat. Bei General Motors ist dergleichen nicht zu erkennen. Der von Karl-Friedrich Stracke entworfene Investitionsplan reicht nicht einmal aus, den technologischen Rückstand gegenüber Hyundai aufzuholen, geschweige denn den zu VW. Nachdem Stracke nun von Dan Akerson – dem Chef des zu einem Drittel in Staatsbesitz befindlichen Autobauers GM – in einer Art und Weise rausgeworfen wurde, die eigentlich die deutsche Politik beschäftigen sollte, dürfte nun selbst dieser unzureichende Plan nicht mehr umgesetzt werden. Da ist es nur konsequent, dass Opel-Entwicklungschefin Rita Forst nicht mehr gebraucht wird. Was soll eine Chefentwicklerin mit professionellem Blick auf das technisch Notwendige auch bei GM? Akerson will schnelle finanzielle Erfolge. Teure Entwickler stören da nur. Der Börsenkurs von GM ist schon unter 20 Dollar gefallen. Für 33 Dollar wurde das Unternehmen 2010 nach Insolvenz und Verstaatlichung reprivatisiert. Jede dritte Aktie ist noch im Besitz der US-Regierung. Will sie diese versilbern, muss der Kurs nach oben geprügelt werden – auch auf Opels Kosten. Dafür hat die US-Regierung mit Akerson und Opel- Aufsichtsratschef Stephen Girsky Investmentbanker installiert, die viel vom schnellen Geld und nichts vom Autogeschäft verstehen und Opel nun an die Wand fahren. Im Volumengeschäft kann derzeit kaum ein europäischer Hersteller Geld verdienen. Der Versuch, Opel dennoch auf Profit zu trimmen, wird in der Katastrophe enden.
Arbeitgeber und IG Metall haben sich in Bayern auf den neuen Tarifvertrag für die Beschäftigten des Kfz-Gewerbes geeinigt. Unterm Strich ähnelt das Ergebnis dem Abschluss in der Industrie.
Im Bochumer Opel-Werk ruhte am Dienstag die Arbeit für mehrere Stunden die Arbeit, während die Beschäftigten an einer Informationsveranstaltung teilnahmen.
Der erste Fünfer startete 1972 durch, jetzt bringt BMW die überarbeitete Version der sechsten Generation: Sie steht ab 20. Juli bei den Händlern. Für Limousine und Kombi bietet der Autobauer vier Benzin- und sechs Dieselantriebe an. Als Spitzenmotorisierung dient ein neuer V8-Antrieb mit 450 PS.
In Europa beklagt sich die Autobranche mit wachsender Verzweiflung über die unaufhaltsam scheinenden Marktanteilsgewinne der koranischen Autobauer. In Korea jedoch sehen sich inzwischen auch Hyundai und Kia einer wachsenden Schar erfolgreicher Importeure aus Deutschland gegenüber - wenn auch nur in dem prestigeträchtigen Segment der Luxuswagen.
Volkswagen hat in seinem US-Werk mittlerweile 250.000 Passat für den US-Markt gebaut. Das Fahrzeug hat großen Anteil daran, dass sich die Verkäufe der Marke VW in den USA von 2009 bis 2012 verdoppelt haben.
Wenn sich ein Auto nicht mehr per mechanischer Verbindung zwischen Lenkrad und Rädern steuern lässt, dürfte das viele Fahrer erst einmal irritieren. Dabei ist Steer-by-Wire - also das Lenken per Datenkabel - potenziell sicherer. Dennoch wird es vorerst die Ausnahme bleiben.
In der EU wird heftig um schärfere CO2-Grenzwerte für Autos gerungen. Aus deutscher Sicht könnten diese große Nachteile für einheimische Oberklasse-Hersteller bringen. Der mächtige Branchenverband VDA hat nun der Kanzlerin geschrieben.
2016 wollen Peugeot und Citroen ihre neue Druckluft-Hybrid-Technologie in Serienmodellen einführen. Die Hybrid Air genannte Technologie setzt auf hydraulische statt elektrische Energie, um den Verbrennungsmotor zu unterstützen.
Die neue chinesische Automarke mit großen internationalen Ambitionen nutzt als erster Autohersteller weltweit die Cloud-Plattform Windows Azure von Microsoft. Marktstart ist in der zweiten Jahreshälfte in China.
Wegen Verdachts auf Bilanzbetrug hat die schwedische Justiz drei frühere Manager des insolventen Autobauers Saab verhört. Darunter ist auch der ehemalige Konzernchef Jan Åke Jonsson.