Montag, 25. Juni 2012, 12.04 Uhr
Der VW-Konzern hat eine Möglichkeit gefunden, wie er das Sportwagengeschäft von Porsche übernehmen kann, ohne die normalerweise fälligen Steuern zu zahlen. Seitdem wird gestritten. Legal ist der Plan. Zudem weisen VW-Manager zu Recht darauf hin, dass sie ihren Aktionären gegenüber verpflichtet sind, die Gewinne zu mehren und möglichst wenig Geld an den Staat zu zahlen – schließlich ist der Konzern ein auf Gewinn ausgerichtetes Unternehmen. Auch der Hinweis, die Verschmelzung werde höhere Gewinne ermöglichen, die wiederum höhere Steuereinnahmen für den Staat generieren würden, ist sicher korrekt. Und die Politiker, die sich jetzt aufregen, sollten sich lieber über sich selbst ärgern - schließlich haben sie die Gesetze gemacht.
Das Problem ist nur: Legal ist nicht das Gleiche wie legitim. Die öffentliche Diskussion und der Gebrauch von Begriffen wie "Trick", "Schlupfloch" und "Gesetzeslücke" zeigen, dass es schlecht ankommt, wenn ein Konzern mit Milliardengewinnen sich darum drückt, seine Steuern zu zahlen. Jetzt hat VW ein Problem: Immer wieder hatte Konzernchef Winterkorn darauf hingewiesen, wie wichtig die öffentliche Meinung und ein positives Image seien. Schließlich will VW bis 2018 der größte Autobauer der Welt werden.
Die Kommunikationsabteilung sollte sich daher schleunigst etwas einfallen lassen, wie sie die Übernahme möglichst gut verkauft – sonst hat VW zwar Geld gespart, aber sein Image beschädigt.
Werkstätten und Kunden des Premiumherstellers BMW müssen derzeit teilweise wochenlang auf Ersatzteile warten. Grund ist eine Software-Umstellung.
Das Automatikgetriebe macht Volkswagen Probleme: Nach Rückrufaktionen im großen Stil in China und Japan müssen nun auch in Australien Autos wieder in die Werkstatt. Der Konzern sieht keine Alternative zum Werkstattbesuch. Auslöser der Probleme sind verstopfte, heiße Großstadtdschungel.
Neuer Vorstand für Produktion bei Jaguar Land Rover wird Wolfgang Stadler. Der 55-Jährige ist bisher Leiter des BMW-Werks in Dingolfing.
Die Porsche Holding ist wieder ganz im Familienbesitz: Der Staatsfonds des Emirats Katar hat seinen Anteil von zehn Prozent an der Porsche SE an die beiden Familien Porsche und Piech verkauft.
Noch vor zwei Wochen hatte Chrysler einen Rückruf von 2,7 Millionen Jeeps kategorisch abgelehnt. Nun knickt der Hersteller zumindest teilweise ein.
Der Stuttgarter Autohersteller Daimler stellt weitere Weichen, um die Pkw-Vertriebsorganisation in China schlagkräftiger zu machen. In der Zentrale in Stuttgart wurde ein eigener Bereich "Vertriebssteuerung China“ geschaffen, dessen Leitung der ehemalige Audi-Manager Bernhard Auer übernimmt.
Der Chef der weltweiten Marketing-Kommunikation bei Volkswagen, Giovanni Perosino, wechselt zur Konzerntochter Audi nach Ingolstadt.
Die Europäische Union hat Deutschland eine Frist gesetzt: Zehn Wochen hat die Bundesregierung einem Medienbericht zufolge Zeit, die Einhaltung der Richtlinie zum Kältemittel in Klimaanlagen sicherzustellen – danach droht ein Verfahren.
Etwa 100.000 Personen haben sich weltweit bereits für eine Probefahrt mit dem Elektroauto BMW i3 angemeldet, wie Vertriebsvorstand Ian Robertson auf dem Kongress der Automotive News Europe in Paris bekanntgab.
Fondsmanager Michael Muders von Union Investment hat sich in einem Interview vehement gegen ein weiteres Engagement von Mercedes ausgesprochen: "Mercedes muss raus aus der Formel 1."