Für die Protagonisten der Elektromobilität ist das Jahr alles andere als gut gestartet: Zunächst machte Toyota-Chef Akio Toyoda vor Führungskräften des Konzerns klar, wie er die Mobilität von morgen sieht: "Die Zukunft liegt im Wasserstoff.“ Vonseiten der Zeitung taz kam dann auch noch Gegenwind für die E-Autos: Einer Studie zufolge könne der massive Ausbau der staatlich geförderten E‑Cars den CO2-Ausstoß des Verkehrs bis 2030 um nur sechs Prozent senken, effizientere Benzinmotoren hingegen um 25 Prozent.
Markenwerte internationaler Automobilhersteller (in Milliarden US-Dollar)
Quelle: Millward Brown/BrandZ
Für die Protagonisten der Elektromobilität ist das Jahr alles andere als gut gestartet: Zunächst machte Toyota-Chef Akio Toyoda vor Führungskräften des Konzerns klar, wie er die Mobilität von morgen sieht: "Die Zukunft liegt im Wasserstoff." Laut Toyoda werde nach der Ära der Hybridisierung die Ära der Brennstoffzelle folgen, berichtete die Automobilwoche vor zwei Wochen. Das batterie-elektrische Auto kam in dieser Aufstellung nicht vor. Das ist schon deshalb erstaunlich, weil Toyota oft den Eindruck erweckte, an einer Art Wunderbatterie zu arbeiten. Fachleute mutmaßten, Japans Branchenprimus stünde bei der Lithium-Luft-Batterie vor dem Durchbruch. Offenbar gelten aber die Gesetze der Elektrochemie auch in Japan. Das sind keine guten Nachrichten für BMW. Die Münchner haben mit Toyota eine Kooperation hinsichtlich Hybridund Dieselantriebe vereinbart und damit auf Zugang zu den neuesten Entwicklungen der Japaner gehofft. Kein Automobilhersteller hat mehr Erfahrung mit der Elektrifizierung des Antriebsstrangs als Toyota. Was Akio Toyoda zu diesem Thema zu sagen hat, sollte man also besonders ernst nehmen. Der zweite Schlag kam für die Verfechter des reinen Elektroautos ebenfalls aus unerwarteter Richtung: "Die Tageszeitung" (taz), nicht gerade ein Lobby-Organ der Benzin-Fraktion, stellte ihren Lesern ein Gutachten des Ökoinstituts vor. Im Auftrag des Bundesumweltministeriums hatte das Institut die Klimabilanz von Elektroautos untersucht – mit verheerendem Ergebnis: Demnach könne der massive Ausbau der staatlich geförderten E‑Cars den CO2-Ausstoß des Verkehrs bis 2030 um nur sechs Prozent senken, effizientere Benzinmotoren hingegen um 25 Prozent. Automobilwoche-Lesern ist das nicht neu: Wir haben wiederholt auf die schlechte Öko-Bilanz von Elektroautos hingewiesen, wenn diese im deutschen Stromnetz geladen werden, und konnten dabei unter anderem auf den Greenpeace-Verkehrsexperten Wolfgang Lohbeck als Kronzeugen zurückgreifen. Seither hat sich die Umweltbilanz von E-Autos durch den Ausstieg aus der CO2-neutralen Kernenergie nicht gerade verbessert: Jedes Windrad wird jetzt gebraucht, um die AKW zu ersetzen. Die Kohle- und Gaskraftwerke laufen weiter. Schlechte Zeiten für Elektroautos.
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