Bevor die Natur- und Nuklearkatastrophe in Japan mit diesem kaum mehr zu fassenden Ausmaß an menschlichem Leid alle Nachrichten aus den Schlagzeilen verdrängte, schien die größte Sorge der Deutschen die Einführung des Biokraftstoffs E10. Doch der im Grunde relativ umweltfreundliche Biosprit wird oft aus Unwissenheit kategorisch abgelehnt.
Absatzzahlen der japanischen Hersteller Toyota, Nissan, Honda, Suzuki, Mazda, Mitsubishi, Daihatsu und Subaru in Deutschland in den Jahren 2008 bis 2012 sowie im ersten Quartal 2013
München. Bevor die Natur- und Nuklearkatastrophe in Japan mit diesem kaum mehr zu fassenden Ausmaß an menschlichem Leid alle anderen Nachrichten aus den Schlagzeilen verdrängte, konnte man meinen, die verkorkste Einführung des Kraftstoffs E10 sei das aktuell größte Menschheitsproblem. Um ehrlich zu sein: Mein Mitleid mit an Tankstellen herumirrenden Autofahrern auf der Suche nach der richtigen Spritsorte hielt und hält sich in Grenzen. Menschen, die kein Problem damit haben, im Internet den günstigsten Prepaid-Tarif für ihr Handy zu finden, sollen auf einmal damit überfordert sein, die richtige Benzinsorte auszuwählen?
Auch das Argument der E10-Gegner, Biosprit sei gar nicht umweltfreundlich, wird durch die neue Atomdebatte relativiert. So protestierte Grünen-Chef Cem Özdemir, die Autoindustrie solle lieber Elektroautos bauen, statt auf vermeintlich umweltfreundlichen Biosprit zu setzen. Nun, für Biosprit gilt das Gleiche wie für Elektrizität: Solche Energieträger sind immer nur so umweltfreundlich wie die Quelle, aus der sie sich speisen. Wird für Biosprit Regenwald abgeholzt – ein Vorwurf, der im Fall von E10 an den Haaren herbeigezogen ist –, ist er alles andere als umweltfreundlich und reduziert auch nicht die CO2-Emissionen. Ähnliches gilt aber auch bei der Elektrizität. Wer in Japan ein Elektroauto fährt, der hat es bisher zu 30 Prozent mit Atomenergie geladen.
In Frankreich, wo sich Renault, Nissan und Peugeot jedes Elektroauto mit Tausenden Euro vom Staat subventionieren lassen, sind es sogar 80 Prozent Kernenergie, die im Akku stecken. Ein Zusammenhang, der von Grünen und selbst ernannten Umweltschützern – anders als im Fall von E10 – gern unterschlagen wird. Hauptsache, es lässt sich mit Pauschalkritik an Autoindustrie und Mineralölwirtschaft kräftig in die Populismus-Kerbe hauen. Das soll nicht heißen, ich wäre von E10 begeistert. Wie schon beim Biodiesel sind doch diese Biokraftstoffe der ersten Generation alles andere als optimal. Denn sie werden aus Nahrungsmitteln produziert, was meiner Meinung nach abzulehnen ist. Anders Biokraftstoffe der zweiten Generation, die theoretisch sogar aus Abfällen gewonnen werden können. Leider bekommt die Forschung in diesem Bereich – im Gegensatz zum Elektroauto – nicht die Unterstützung, die sie verdient hätte. Warum eigentlich nicht?
Das Automatikgetriebe macht Volkswagen Probleme: Nach Rückrufaktionen im großen Stil in China und Japan müssen nun auch in Australien Autos wieder in die Werkstatt. Der Konzern sieht keine Alternative zum Werkstattbesuch. Auslöser der Probleme sind verstopfte, heiße Großstadtdschungel.
Die Porsche Holding ist wieder ganz im Familienbesitz: Der Staatsfonds des Emirats Katar hat seinen Anteil von zehn Prozent an der Porsche SE an die beiden Familien Porsche und Piech verkauft.
Die Europäische Union hat Deutschland eine Frist gesetzt: Zehn Wochen hat die Bundesregierung einem Medienbericht zufolge Zeit, die Einhaltung der Richtlinie zum Kältemittel in Klimaanlagen sicherzustellen – danach droht ein Verfahren.
Etwa 100.000 Personen haben sich weltweit bereits für eine Probefahrt mit dem Elektroauto BMW i3 angemeldet, wie Vertriebsvorstand Ian Robertson auf dem Kongress der Automotive News Europe in Paris bekanntgab.
Beim Stuttgarter Automobilhersteller ist die erste Limousine der neuen S-Klasse-Baureihe vom Band gelaufen. Zum Produktionsstart zeigte sich Daimler- und Mercedes-Chef Dieter Zetsche zuversichtlich, das Absatzvolumen ausweiten zu können. Der neue Produktionsvorstand Andreas Renschler will das Werk Sindelfingen zu einem der effizientesten Standorte im Mercedes-Verbund machen.
Fondsmanager Michael Muders von Union Investment hat sich in einem Interview vehement gegen ein weiteres Engagement von Mercedes ausgesprochen: "Mercedes muss raus aus der Formel 1."